König der Bäume –
Roue ti Gwerz

Ein Jahrhundertbaum aus der Bretagne schlägt alle Rekorde. Majestätischer Nuss-Methusalem erhält ein zweites Leben.

Stürme kommen oft schnell, heftig und können furchtbare Schäden hinterlassen.

 

Solch einem Sturm muss auch dieser beeindruckende Nussbaum in der Bretagne ausgesetzt gewesen sein. Vermutlich schon mehrere Jahre zurück, wie die große

seitliche Verletzung im oberen Stammteil des Hauptstammes deutlich erkennen lässt.

 

Die Bretagne, das ist das sagenhafte Land zu dem Finistère, das „Ende der Welt“ gehört. Auf der einen Seite die schroffen und vom Atlantik zerklüfteten Küstenstreifen entlang der weit in den Atlantik ragenden Halbinsel, andererseits das gemäßigte vom Golfstrom beeinflusste Klima mit seinen milden Wintern, nicht allzu heißen Sommern und immer gleichmäßigen Niederschlägen.

 

Ideale Voraussetzungen, damit solch ein Baum in Ruhe wachsen und gedeihen kann. Und mit Sicherheit taten auch, die im wahrsten Wortsinn, tiefe Verwurzelung der Bretagne in und mit der Natur und das keltische Erbe ihr Übriges. Kannten doch schon die alten Bretonen die Geschichten von fabelhaften Wesen, die die beseelte Natur bevölkern. In dieser Natur konnte dieser Nussbaum wachsen und solch einmalige Dimension und außerordentlichen Wuchs bilden. Gleichmäßiger Aufbau, keine Störung durch extremen Frost oder Hitze. Gerade Stammform und Faser, gebettet in einer Rinde an deren Rindenbild die Ruhe und Homogenität zu lesen ist, zeugen von spannungsfreien Perioden des Wachstums.

 

Dieser Baum hat ein von Gott gewolltes etwa zweihundert Jahre dauerndes Leben auf dieser Halbinsel genießen können. Und doch muss vor Jahren ein Sturm dieses milde Golfstromklima in der Bretagne erheblich gestört haben. Dieser ist in die Krone beziehungsweise über die Kronenäste dieses Jahrhundertbaumes hinweggefegt, sodass dessen mächtiger Kronenaufbau nicht mehr standhalten konnte.

Seit an kämpfte dieser stattliche und inzwischen zu einem der mächtigsten jemals zu findenden Einzelexemplare herangewachsene Nussbaum mit dieser seiner Verletzung. Über Jahre versuchte er trotzig diesen Riss zu stabilisieren und wehrte sich gegen die von oben drückende Last des geschädigten Hauptastes. Bis sich dieser immer weiter zu neigen begann und so zur Gefahr wurde.

 

Im März des Jahres 2014 entschloss man sich schweren Herzens diesen einmaligen Nussbaum dann doch zu fällen.

 

Stephan Schöpplein und Cornelia Büttner, als „Freunde des Baumes“ und „aus Liebe zum Holz“ konnten nach langen und zähen Verhandlungen den Zuschlag für diesen weltrekordverdächtigen Baum bekommen.

Der weitere Weg führte diesen Nuss-Methusalem nach Breitengüßbach, bekannt für außerordentliche und einmalige Stämme heimischen Ursprungs. Somit ist dieser Nussbaum mit 7 Metern Länge und 160 cm Stockdurchmesser (Mittendurchmesser

140 cm) bei 10 Kubikmetern Holzvolumen, einer kerzengeraden Mantellinie bei zylindrischem Wuchs in bester Gesellschaft. Wir schenken auf diesem Wege unserem majestätischen Nussbaum ein zweites Leben und damit die entsprechende Wertschätzung.


Für Stephan Schöpplein schließt sich mit diesem Nussbaum neuerlich ein Kreis.

Denn nicht nur, dass die Bretagne die Heimat dieses einmaligen Baumes war –

sie ist auch Heimat der einzigen keltischen Sprache auf dem europäischen Festland.


Um seine Herkunft auf alle Zeit mit diesem einzigartigen Jahrhundertstamm zu verbinden, nennen wir ihn bei seinem bretonischen Namen „den König der Bäume“ – oder auf Bretonisch:


„Roue ti Gwerz“

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